In unserer ärztlichen Tätigkeit sind uns drei Aspekte wichtig: Ganzheitlichkeit, regulative Ansätze und individuelles Vorgehen. Diese Ansprüche lassen sich nur durch eine Kombination der Schul- und der Komplementärmedizin im Sinne der Integrativen Medizin verwirklichen.

Ganzheitliche Betrachtung
Jeder Mensch ist ein Individuum. Nicht nur der anatomische Aufbau und die biochemischen Funktionen jedes einzelnen Organismus sind unterschiedlich, jeder von uns weist auch individuelle seelische Eigenschaften auf. Biographische und spirituelle Elemente vollenden das holistische Menschenbild. Alle diese Elemente: Körper – Geist – Seele befinden sich in fortwährender Wechselwirkung und bilden ein labiles System. Eine Störung dieses empfindlichen Gleichgewichts führt langfristig zur Krankheit.

Regulative Behandlung
Eine umsichtige und nachhaltige Medizin darf nicht nur die offensichtlichen Probleme im körperlichen Bereich «reparieren», sondern muss ebenfalls den ganzheitlichen und individuellen Aspekten Rechnung tragen. Entscheidend ist dabei die gezielte Aktivierung der Selbstheilungskräfte, die zur Wiederherstellung der inneren Balance beitragen. Dieser Prozess trägt den wissenschaftlichen Namen Salutogenese (salus: lat. Gesundheit).

Selbstheilungskräfte im Fokus
Naturheilkunde hat eine lange Tradition und verfügt über eine umfangreiche Erfahrung (daher Erfahrungsheilkunde). Ihre unzähligen Methoden haben eines gemeinsam: Sie setzen bei den Selbstheilungskräften unseres Körpers an, um so die natürliche Genesung herbeizuführen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll und logisch, diese regulativen Methoden neben der Schulmedizin ergänzend und unterstützend anzuwenden. Der Name Komplementärmedizin kommt von «komplementieren», was «ergänzen, vervollständigen» heisst. Der isolierte oder dogmatische Einsatz von einer Methode birgt immer in sich die Gefahr der Einschränkung und der Ignoranz für Andersdenkende. Daher ist es für uns in der Aeskulap Praxis wichtig, sowohl der Schulmedizin als auch der Komplementärmedizin einen gebührenden Platz in der Betreuung unserer Patientinnen und Patienten zu geben. Dieser seit einigen Jahren zunehmend gefragte und anerkannte Ansatz trägt den Namen Integrative Medizin.

Schweizerische Ärztezeitung «Komplementärmedizin nach 20 Jahren Erfahrung» (PDF)



Wie können wir die Teile eines organisierten Wesens und ihre Wirkungen entwickeln und begreifen, wenn wir es nicht als ein ... Ganzes beobachten?
J. von Goethe